Sabine Runge

Zeitgenössische abstrakte Künstlerin

Als ich mich verlor, fing ich an zu malen.

In meiner dunkelsten Zeit kam die Kunst in mein Leben. 2019 erkrankte meine Seele unter der Last des Alltags – was folgte, war ein Zusammenbruch von allem, das ich für sicher gehalten hatte, beruflich wie persönlich.

Seit meiner Kindheit hatte ich nicht mehr gemalt. Mitten in der Krise meines Lebens eröffnete sich durch den Pinsel in meiner Hand eine neue Welt – ein Gefühl, das mich seitdem nicht mehr losgelassen hat.

Auch beim Malen wollte ich anfangs wissen, wohin ein Werk führt, bevor ich den ersten Strich gesetzt hatte. Heute ist genau das Gegenteil das, was ich an der Malerei am meisten liebe – nicht zu wissen, was als Nächstes kommt.

Meine Kunst gibt der Stimme Ausdruck, die in mir so lange verstummt war – Freiheit, Intuition, die Bereitschaft, dem Unvorhersehbaren zu begegnen.

Wenn ich male, verschwindet alles andere.

Kein Zeitgefühl mehr, keine Gedanken an das, was noch zu tun ist – nur die Farbe vor mir und der nächste Moment. Ich höre den Pinsel auf der Leinwand, spüre die Farbe manchmal direkt unter meinen Fingern. Ich plane nicht vor. Ich fange einfach an, und irgendwann, mitten im Tun, weiß ich, dass ein Werk fertig ist. Ich spüre es einfach.

Farbe, Struktur und Licht spielen in meinen Arbeiten eine zentrale Rolle.

Durch Schichtungen und reliefartige Oberflächen verändern sich Wirkung und Tiefe eines Werkes je nach Perspektive und Lichteinfall. Acryl, Strukturmedien sowie ausgewählte Materialien wie echtes Blattgold verleihen den Arbeiten ihre physische Präsenz und individuelle Charakteristik. Jede Arbeit ist ein Unikat.

Vielleicht berühren uns Kunstwerke genau deshalb – nicht weil sie uns etwas erklären, sondern weil wir uns selbst darin wiederfinden.

  • 120+ Originalwerke verkauft
  • 16 Länder weltweit
  • seit 2019
  • Ausstellungen: Monaco · Innsbruck · Udine
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